Theater für ein Jahr

4 LETZTE LiEDER
von Nirav Christophe

Ein alter Mann, Flip Blijschotten, erinnert sich im Sterben schlaglichtartig an die Stationen seines Lebens. Seine Bilanz: Gleichgültigkeit. Untermalt mit Motiven aus den „Vier letzten Liedern“ von Richard Strauss, werden seine Erfolge als Starfrisör, die Trennung von Frau Nina und Sohn Joost, die erste Verliebtheit und die Erinnerungen an seinen Großvater, kindgebliebener Tyrann und lebenslustiger Kauz, vorgestellt – und dies in umgekehrt chronologischer Erzählstruktur. Ein nicht ungefährliches Unterfangen, wird doch dem Publikum die gewohnte Kausalkettenbildung unausweichlich verwehrt.

Sponsoren | Familienfotos im Schnee

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Szene4
Flip erinnert sich an den Spaziergang im Schnee, damals, als er 12 Jahre alt war. Er sollte Opa die Mütze abnehmen. Immer hatte Opa diese Mütze auf. Aber jetzt nicht, sagt Oma. Und Opa sagt gar nichts mehr.
Er stirbt. Opa war ein besonderer Mensch für Flip: „Ich rannte nach unten in den Keller, ein paar Worte, die ich nicht verstand und dann baute er schweigend mit mir, neben sich, nutzlose Dinge immer wieder von anderen Dingen. Nie einfach so.“

Kommentare

One Kommentar zu “Theater für ein Jahr”

  1. Thomas Faupel am August 19th, 2010 12:30

    Das präpädagogische Konzept der Umgangsformen und Intentionen, welches der Großvater seinem Enkel in diesem Theaterstück entgegenträgt, findet seine Wurzeln in der Anerkennung der autobiographischen Bedeutungszusammenhänge der eigenen erfundenen Lebenszeit. Es korrespondiert mit der Biografiearbeit des Projektes: Der Gelbe Fluss. tf

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