Beim Dinner. Mit
Ein interdisziplinäres Kollaborationsprojekt von Maks Dannecker und Barbara Rapp.
1 . Intro
Barbara Rapp (zeitgenössische Malerei, Grafik und Mixed Media, Österreich) und Maks Dannecker (zeitgenössische Fotografie und Mixed Media, Deutschland) arbeiten seit 2008 laufend an Kollaborations- und Kooperationsprojekten, in denen sich einerseits ihre jeweiligen künstlerischen Disziplinen miteinander ergänzen oder sie unabhängig voneinander an gemeinsam entwickelten Projektvorgaben arbeiten. Ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeiten ist immer auch die prozessorientierte Vorbereitung und Abwicklung; zumeist auch unter Einbeziehung weiterer künstlerischer Disziplinen oder auch externer Vorgänge.
Basierend auf dem Begriff der so genannten „Unbestimmtheitsstelle”, der durch den polnischen Philosophen Roman Ingarden um 1930 eingeführt wurde, thematisiert unser interdisziplinäres Projekt mit dem Titel “Beim Dinner. Mit …” künstlerische Leerstellen: Ingarden zufolge ist ein Kunstwerk ein schematisches Gebilde, das keine Gesamtheit darstellt, sondern nur bestimmte An-, Teil- oder Aussichten bietet, also eben „Leerstellen” offen lässt.
Speziell im fotografischen Bereich werden – nicht nur bedingt durch das Medium selbst – einige wenige Elemente und Relationen aus der unendlichen Vielfalt der Wirklichkeit ausgewählt; sie lösen durch das Offen- und Auslassen von Leerstellen auch kognitive Irritationen aus. Diesen Umstand macht sich Maks Dannecker in ihren Fotografien zunutze, wobei sie zusätzlich mit der Wirkung der (visuellen) Unschärferelation arbeitet.
2 . Die Arbeiten
Basis: Die für das Projekt ausgewählten Fotoarbeiten sind Danneckers visuelle Alltagsrelikte. Persönliche Überbleibsel aus der Arbeit in verschiedenen Welten.
Sammeln von Informationen: Diese visuellen Alltagsrelikte werden einem geschlossenen, virtuellen Stammtisch über einen längeren Zeitraum zur Diskussion gestellt, dessen Teilnehmer auf die Leerstellen und Unschärfen individuell reagieren sollen. Die daraus entstehenden Dialoge sollen ein Kommunikationsforum bilden und durch Barbara Rapp und Maks Dannecker kommentiert, geleitet, teilweise auch gesteuert werden.
Teile dieses Konglomerats aus Reaktionen, Kritiken, Fragen und Ratschlägen werden dann für die weitere visuelle und inhaltliche Weiterverarbeitung genutzt und von Barbara Rapp unter Berücksichtigung ihrer eigenen, naturgemäß ebenso „unscharfen” visuellen Wahrnehmung sowie ihrer typischen Bildsprache grafisch bzw. als Zeichnung und Auskratzung direkt auf der jeweiligen Fotografie umgesetzt.
Vorhandene Leerstellen werden gefüllt, praktisch weiterinterpretiert. Dies geschieht zum Teil mit äußerster Zurückhaltung und der Absicht, neue Leerstellen entstehen zu lassen oder zu füllen.
Die etwas ausführlicheren Bildtitel (vgl. Exponate – Demo) der interpretierten Arbeiten erinnern an die zuvor geführten virtuellen Dialoge.

… von zerschossenen Büchern, die dann auch noch gewässert wurden.

Der Silberesser
3. Interaktion
Die momentane Konsequenz für den Betrachter ist das Vorliegen von gefüllten bzw. verlegten Leerstellen in einer vorläufigen Finalisierung. Vorläufig deshalb, weil das gesamte Projekt als „work in progress“ zu verstehen ist und dem Rezipienten die Möglichkeit bietet, weitere Fragen und neue Impulse als Feedback in Form von Kommentaren auf einem internen Projektblog einzubringen.
Eine visuelle und inhaltliche Neuinterpretation bzw. Überarbeitung der „alten“ oder „neuen“ Leerstellen durch Rapp & Dannecker ist die Folge.
Ich und Edgar
The Self Portrait Project
Mein Bildtitel: Ich und Edgar | Auszug aus: Edgar der Dystop
Die Ausstellung: 23. April 2010
Brooklyn Art Library
201 Richards St #16
Brooklyn, NY

Auf der Suche – Tonwerte, Formen und Licht

Göppingen. “Auf der Suche – Tonwerte, Formen und Licht”: so lautet der Titel einer Ausstellung mit Arbeiten von Margarete Bufe-Bienert, Alexander Gabriel, Regina Lorenz, Hannah Meedt, Horst Roller sowie der Dozentin Maks Dannecker, die derzeit im VHS-Haus in Göppingen zu sehen ist. Finissage ist am Donnerstag, 18. März, ab 19:30 Uhr im Foyer.
Quelle: NWZ. Göppinger Kreisnachrichten – Lokale Kultur. Dienstag, 2. Februar 2010. Online-Artikel: www.swp.de Art 5583,348206 + Geppo. Mittwoch, 17.02.2010